Traumsegeln

Segelwissen / Wetter & Sicherheit

Wetter & Sicherheit

Das Wetter entscheidet über jeden Törn. Wer Wind und Welle richtig einschätzt und weiß, was im Notfall zu tun ist, segelt entspannt.

Beaufort-Skala

BftKnotenBezeichnungSeegang
0< 1WindstilleSpiegelglatte See
11–3Leiser ZugKleine schuppenförmige Kräuselwellen
24–6Leichte BriseKleine Wellen
37–10Schwache BriseErste Schaumkronen
411–16Mäßige BriseViele Schaumkronen
517–21Frische BriseMäßige, längere Wellen. Reffen vorbereiten
622–27Starker WindGroße Wellen, Gischt
728–33Steifer WindSee türmt sich, Schaumstreifen
834–40Stürmischer WindHohe Wellenberge
941–47SturmHohe Wellen, dichte Schaumstreifen
1048–55Schwerer SturmSehr hohe Wellen
1156–63Orkanartiger SturmAußergewöhnlich hohe Wellen
12≥ 64OrkanLuft voller Schaum und Gischt

Für Crews mit wenig Erfahrung wird es ab 5 Bft anspruchsvoll. Ab 6 Bft bleiben wir mit Charteryachten in der Regel im Hafen.

Wetter einholen

  • Morgens und vor jedem längeren Schlag den Seewetterbericht prüfen, etwa über UKW-Seefunk der Küstenfunkstellen, NAVTEX oder Wetter-Apps.
  • Mehrere Modelle vergleichen und auf Böen achten, nicht nur auf den Mittelwind.
  • Barometer beobachten: Fällt der Luftdruck schnell, kommt meist Wind auf.

Typische Winde im Mittelmeer

Maestral
Thermischer Nordwestwind in Kroatien, kommt am späten Vormittag auf und schläft abends ein. Ideales Segelwetter.
Bora
Kalter Fallwind aus Nordost an der Adria. Setzt oft plötzlich ein, ist sehr böig und kann Sturmstärke erreichen.
Jugo (Scirocco)
Feuchter Südostwind an der Adria. Baut langsam auf, bringt hohe Welle und oft Regen.
Mistral
Kräftiger Nordwestwind zwischen Rhônetal, Korsika und Sardinien, oft mehrere Tage lang.

Sicherheit an Bord

  • Sicherheitseinweisung am ersten Tag: Rettungswesten, Lifebelts, Feuerlöscher, Erste Hilfe, Rettungsinsel, Notruf.
  • Rettungsweste tragen bei Nacht, bei Seegang, beim Arbeiten an Deck und wenn der Skipper es sagt.
  • Bei Nacht und schwerem Wetter mit Lifebelt an der Strecktaue einpicken.
  • Eine Hand für dich, eine Hand fürs Schiff.

Notruf über UKW (Kanal 16)

In Seenot wird zuerst der rote DSC-Notalarm am Funkgerät ausgelöst, dann folgt der Sprechfunk-Notruf auf Kanal 16:

  1. MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY
  2. Hier ist [Bootsname dreimal, Rufzeichen, MMSI]
  3. MAYDAY [Bootsname, Rufzeichen, MMSI]
  4. Position
  5. Art des Notfalls
  6. Benötigte Hilfe
  7. Personen an Bord
  8. Weitere Informationen
  9. OVER

Ergänzend funktioniert in Küstennähe auch der europäische Notruf 112 über das Mobilnetz.

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