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Seenot und Funk
Ein Notfall auf See ist selten, aber dann muss jeder an Bord wissen, wo die Rettungsmittel liegen und wie man Hilfe ruft. Das wird am ersten Tag des Törns gezeigt.
Sicherheitsausrüstung
- Rettungswesten für jede Person, mit Lifebelt und Lampe.
- Rettungsinsel am Heck oder in einer Backskiste, mit Auslöseleine.
- Signalmittel: rote Handfackeln, Rauchsignal, Fallschirmrakete.
- Feuerlöscher und Löschdecke in der Pantry.
- Lenzpumpe (elektrisch und von Hand), dazu Holzkeile für Seeventile.
- Erste-Hilfe-Kasten und Seekrankheitsmittel.
Notruf über UKW-Funk
Notrufe gehen über Kanal 16 oder per DSC-Taste am Funkgerät, die automatisch die Position sendet. Der Wortlaut:
- „MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY“
- „Hier ist“ Schiffsname dreimal, Rufzeichen, MMSI
- „MAYDAY“ Schiffsname, Position
- Art des Notfalls und benötigte Hilfe
- Anzahl Personen an Bord, weitere Angaben
- „Over“
PAN PAN gilt für dringende Lagen ohne unmittelbare Lebensgefahr, z. B. Ruderbruch. SÉCURITÉ leitet Sicherheitsmeldungen ein, z. B. Wetterwarnungen.
Notrufnummern
- Europaweit
- 112
- Kroatien
- 195 (Seenotleitstelle MRCC Rijeka)
- Frankreich
- 196 (CROSS)
- Spanien
- 900 202 202 (Salvamento Marítimo)
- Niederlande
- 112 oder Kustwacht über Kanal 16
Wichtig
Für das Bedienen eines UKW-Funkgeräts braucht man in Deutschland das SRC (Short Range Certificate). Im echten Notfall darf aber jeder einen Notruf absetzen.