Traumsegeln

Segelwissen / Navigation / Lichterführung

Lichterführung

Nachts erkennt man andere Schiffe nur an ihren Lichtern. Aus Farbe und Anordnung lässt sich ablesen, was für ein Fahrzeug es ist und in welche Richtung es fährt.

Die Grundlichter

Seitenlichter
Rot an Backbord, grün an Steuerbord, jeweils von vorn bis 22,5° achterlicher als querab sichtbar.
Hecklicht
Weiß, nach achtern sichtbar.
Topplicht
Weiß, nach vorn und zu den Seiten sichtbar. Es zeigt: Dieses Fahrzeug fährt mit Maschine.
Rundumlicht
In alle Richtungen sichtbar, z. B. weiß für Ankerlieger.

Segler und Motorboot

  • Segelfahrzeug in Fahrt: Seitenlichter und Hecklicht. Unter 20 m Länge dürfen sie in einer Dreifarbenlaterne im Masttopp zusammengefasst sein.
  • Segelboot unter Motor: gilt als Maschinenfahrzeug und führt zusätzlich das Topplicht. Die Dreifarbenlaterne bleibt dann aus.
  • Ankerlieger: ein weißes Rundumlicht, tagsüber ein schwarzer Ball.

Was die Lichter verraten

Sieht man rot und grün gleichzeitig, kommt das Fahrzeug direkt auf einen zu. Sieht man nur rot, kreuzt es von rechts nach links, die eigene Steuerbordseite ist gefragt. Sieht man nur ein weißes Licht, schaut man auf das Heck oder auf einen Ankerlieger.

Zwei weiße Topplichter übereinander bedeuten ein Maschinenfahrzeug über 50 m. Dann ist besondere Vorsicht geboten.

Besondere Fahrzeuge

  • Grün über weiß: Trawler beim Fischen.
  • Rot über weiß: anderer Fischer, z. B. mit Netzen.
  • Zwei rote Rundumlichter: manövrierunfähiges Fahrzeug.
  • Rot, weiß, rot übereinander: manövrierbehindertes Fahrzeug, z. B. ein Bagger oder Taucherschiff.

Allen diesen Fahrzeugen weicht auch ein Segler aus.

← NavigationAusweichregeln →