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Kartenarbeit und Kurse

Auch mit Plotter und Handy gehört eine Papierkarte an Bord. Wer mit ihr umgehen kann, weiß immer, wo er ist, selbst wenn die Elektronik ausfällt.

Was eine Seekarte zeigt

  • Tiefen in Metern, bezogen auf das Kartennull (bei Gezeiten das niedrigste Niedrigwasser).
  • Gefahren wie Felsen, Wracks und Untiefen.
  • Seezeichen mit Farbe, Form und Kennung des Leuchtfeuers.
  • Am Rand die Breitenskala: Eine Bogenminute Breite entspricht genau einer Seemeile (1852 m).

Vom Kompass zur Karte

Der Kompass zeigt nicht genau nach geografisch Nord. Zwei Fehler müssen berücksichtigt werden:

Ablenkung (Deviation)
Fehler durch Eisen und Elektrik an Bord, steht in der Ablenkungstabelle des Bootes.
Missweisung (Variation)
Abstand zwischen magnetischem und geografischem Nordpol, steht in der Kompassrose der Karte.

Die Rechnung lautet: Kompasskurs + Ablenkung = missweisender Kurs, + Missweisung = rechtweisender Kurs. Östliche Werte sind positiv, westliche negativ. Im Mittelmeer ist die Missweisung derzeit gering, meist wenige Grad Ost.

Koppeln

Koppeln heißt, die Position aus Kurs, Fahrt und Zeit zu berechnen: Weg = Fahrt × Zeit. Bei 6 Knoten legt das Boot in 10 Minuten eine Seemeile zurück. Wind (Abdrift) und Strom (Versatz) verschieben den tatsächlichen Kurs über Grund.

Position bestimmen

Mit einem Handpeilkompass peilt man zwei oder drei gut erkennbare Objekte an Land, zum Beispiel einen Leuchtturm und eine Kirchturmspitze. Die Linien werden in die Karte eingetragen, wo sie sich kreuzen, ist das Boot. Je näher die Schnittwinkel an 90 Grad liegen, desto genauer ist die Kreuzpeilung.

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