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Mensch über Bord

Ein Mensch im Wasser ist der ernsteste Notfall an Bord. Am besten passiert er gar nicht. Wenn doch, zählt jede Sekunde und jeder Handgriff muss sitzen.

Vorbeugen

  • Rettungswesten nachts, bei Wind ab 4 Beaufort und für Nichtschwimmer immer tragen.
  • Bei Seegang mit Lifebelt an der Strecktaue (Lifeline) einpicken.
  • „Eine Hand fürs Boot, eine Hand für dich“: Beim Gehen an Deck immer festhalten.
  • Nie über die Reling pinkeln. Das klingt banal, ist aber eine der häufigsten Ursachen.

Die ersten Sekunden

  1. Laut rufen: „Mensch über Bord!“
  2. Rettungsring, Rettungskragen oder Boje sofort hinterherwerfen.
  3. Eine Person zeigt dauerhaft auf die Person im Wasser und lässt sie nicht aus den Augen.
  4. MOB-Taste am Plotter drücken.

Das Manöver

Für Crews ohne viel Übung ist das Quick-Stop-Manöver bewährt: sofort in den Wind drehen (Wende), die Fock back stehen lassen, mit dem Großsegel abfallen und in kleinem Kreis zur Person zurück. Das Boot bleibt dabei nah an der Person.

Unter Motor: Segel bergen oder flattern lassen, Leinen aus dem Wasser holen, damit nichts in den Propeller gerät. Die letzten Meter Motor auskuppeln.

Bergen

Die Person in Lee an Bord holen, denn dort ist das Boot niedriger und schützt vor der Welle. Hilfen: Badeleiter am Heck, eine Rettungsschlinge (Lifesling) oder das Großfall mit Schlinge. Danach Wärmeschutz, und bei Unterkühlung oder Bewusstlosigkeit sofort Notruf absetzen.

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