Segelwissen / Seemannschaft / Bootskunde
Bootskunde
Bevor die Leinen losgehen, sollte jeder an Bord wissen, wie eine Segelyacht aufgebaut ist und wofür die wichtigsten Teile da sind.
Rumpf, Kiel und Ruder
Der Rumpf trägt alles, darunter hängt der Kiel. Er ist schwer (oft ein Drittel des Bootsgewichts) und verhindert, dass das Boot kentert oder seitlich abtreibt. Ganz hinten sitzt das Ruder, gesteuert über Rad oder Pinne.
Charteryachten haben meist einen Flossenkiel mit 1,8 bis 2,2 m Tiefgang. Den Tiefgang muss man kennen, denn er entscheidet, wo man ankern und einlaufen kann.
Das Rigg
- Mast und Baum
- Der Mast steht senkrecht, der Baum liegt waagerecht am Unterliek des Großsegels.
- Wanten und Stagen
- Drahtseile, die den Mast halten: Wanten zur Seite, Vorstag nach vorn, Achterstag nach hinten.
- Salinge
- Querstreben am Mast, die die Wanten abspreizen.
- Fall
- Leine, mit der ein Segel hochgezogen wird.
- Schot
- Leine, mit der ein Segel zum Wind eingestellt wird.
Segel
Das Großsegel sitzt hinter dem Mast, oft als Rollgroß im Mast oder als Lattengroß mit Lazy Bag auf dem Baum. Vorn steht das Vorsegel: Eine Genua überlappt den Mast, eine Fock ist kleiner. Fast alle Charterboote haben eine Rollfock, die sich vom Cockpit aus einrollen lässt.
Jedes Segel hat drei Ecken (Kopf, Hals, Schothorn) und drei Kanten: Vorliek, Achterliek und Unterliek.
Unter Deck
- Salon: Tisch und Sitzbänke, abends Treffpunkt der Crew.
- Pantry: die Bordküche mit kardanisch aufgehängtem Herd, der bei Krängung waagerecht bleibt.
- Navigationsecke: Seekarte, Funkgerät, Schalttafel.
- Bilge: der tiefste Raum im Rumpf. Hier sammelt sich Wasser, eine Pumpe lenzt es nach außen.
- Bordtoilette: wird mit einer Handpumpe bedient. Nichts hineinwerfen, was man nicht vorher gegessen hat.