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Ankern

Eine Nacht vor Anker in einer stillen Bucht gehört zu den schönsten Momenten eines Törns. Damit man ruhig schläft, muss der Anker richtig sitzen.

Den richtigen Platz finden

  • Schutz: Die Bucht sollte zum erwarteten Wind hin geschlossen sein, auch für die Nacht.
  • Grund: Sand und Schlick halten gut. Fels und Seegras halten schlecht. Auf Seegraswiesen (Posidonia) ist das Ankern in Spanien, Frankreich und Teilen Kroatiens verboten.
  • Tiefe: Ideal sind 4 bis 10 Meter.
  • Platz: Das Boot schwojt im Kreis um den Anker. Abstand zu anderen Booten und zum Ufer einplanen.

Wie viel Kette?

Faustregel: das Drei- bis Fünffache der Wassertiefe bei Kette, bei Wind eher mehr. Bei 6 Metern Tiefe also 20 bis 30 Meter Kette. Die Kette liegt dann flach am Grund und zieht den Anker waagerecht, so gräbt er sich ein.

Ablauf

  1. Gegen den Wind langsam auf die gewünschte Stelle fahren und aufstoppen.
  2. Anker fallen lassen, während das Boot langsam rückwärts treibt.
  3. Kette kontrolliert stecken, bis die Länge erreicht ist.
  4. Mit kurzer Rückwärtsfahrt einfahren: Steht das Boot, hält der Anker.
  5. Tagsüber den schwarzen Ankerball setzen, nachts das weiße Rundumlicht.

Landleine und Ankerwache

In engen Buchten Kroatiens wird oft zusätzlich eine Landleine zu einem Felsen oder Baum ausgebracht. So schwojt das Boot nicht und es passen mehr Boote in die Bucht.

Bei auffrischendem Wind regelmäßig die Position prüfen. Der Ankeralarm im Plotter oder in einer App schlägt an, wenn das Boot den Kreis verlässt.

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