Traumsegeln

Segelwissen / Theorie des Segelns / Segeltrimm

Segeltrimm

Gut getrimmte Segel machen das Boot schneller, aufrechter und leichter zu steuern. Dafür braucht es nur wenige Stellschrauben und einen Blick auf die Windfäden.

Die Grundregel

Im Zweifel fieren. Ein Segel wird so weit aufgefiert, bis es am Vorliek gerade anfängt zu killen (flattern), und dann wieder ein kleines Stück dichtgeholt. So steht es im besten Winkel zum Wind.

Das Vorsegel

  • Schot: bestimmt den Anstellwinkel. Windfäden auf beiden Seiten sollen waagerecht wehen.
  • Holepunkt: Der Schlitten auf der Schiene bestimmt den Zug auf Achterliek und Unterliek. Killt das Segel oben zuerst, Holepunkt nach vorn. Killt es unten zuerst, nach hinten.
  • Rollreff: Bei mehr Wind die Genua ein Stück einrollen und den Holepunkt nach vorn setzen.

Das Großsegel

Großschot
Holt den Baum nach unten und zur Mitte. Am Wind dicht, auf Raumschotkursen weit offen.
Traveller
Verschiebt den Baum seitlich, ohne das Segel zu verdrehen. Bei Böen nach Lee lassen, das nimmt Druck raus.
Baumniederholer
Hält den Baum auf Vorwindkursen unten, damit das Segel nicht zu stark verdreht (Twist).
Vorliekstrecker / Unterliek
Mehr Spannung macht das Segel flacher, das ist gut bei viel Wind.

Zu viel Krängung?

Liegt das Boot zu schräg und wird luvgierig (dreht von selbst in den Wind), ist das ein Zeichen für zu viel Segelfläche. Zuerst Traveller nach Lee, dann Segel flacher trimmen, und wenn das nicht reicht: reffen. Ein Boot mit 15 bis 20 Grad Krängung segelt meist schneller als eines mit 30.

Aus meiner Praxis

Trimmen ist für mich wie ein Instrument stimmen. Wenn alle Trimmfäden sauber nach hinten wehen und das Boot leise beschleunigt, ist das ein großartiges Gefühl. Ich lasse gern jeden in der Crew mal an der Schot spielen.

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